Home / The Edit Insights A Creative Guide by Umut Yamac Insights A Creative Guide by Umut Yamac Ein Ort, eine Mahlzeit, die Musik, die er hört, oder der Künstler, der ihn am meisten beeinflusst hat: Der Designer Umut Yamac, bekannt für seine Kollektion Array, gibt seine Inspirationsquellen preis. Was inspiriert Umut Yamac?Wir sprechen mit dem britischen Designer über seinen kreativen Prozess und seine Interessen, jenseits von Beleuchtung und Architektur. Umut Yamac ist vor allem für seine Leuchten bekannt, sie gehen über die Funktionalität hinaus; es sind wahre Lichtskulpturen, Werke, die einen sehr architektonischen und präzisen Ansatz mit einer sehr viel poetischeren, künstlerischen und feinfühligen Seite verbinden. Ein Beispiel dafür ist die Pendelleuchtenkollektion Array, die erste Zusammenarbeit mit Vibia, die das Licht zu umhüllen scheint. Die Leuchten bestehen aus feinen, handgewebten Fäden, die zwischen zwei Aluminiumringen gespannt sind. Die Serie verbindet eine weiche, abwärts gerichtete Beleuchtung mit einem Lichtschein nach oben. So entstehen subtile und leichte Leuchten, die trotzdem spektakulär und vielseitig sind, schöne schwebende Volumina mit konischen oder zylindrischen Formen. Wir sprechen mit dem Designer darüber, wie er arbeitet, über seine Erinnerungen, seine Leidenschaften, seine Interessen. Mit diesem Leitfaden lädt Yamac uns ein, Orte, Gegenstände und Erlebnisse zu entdecken, die seine Kreativität inspirieren. Ein Ort, um wieder hinzugehen Umut hat zwei große Leidenschaften: Natur und das Reisen. Keine davon ist an einen konkreten Ort oder ein Reiseziel gebunden; beide kommen in seiner Arbeit zum Ausdruck und sind seine größten Inspirationsquellen. „Ich verbringe einen guten Teil des Tages damit, mit meinem Hund in den Feuchtgebieten beim Büro spazieren zu gehen, und das, bei jedem Wetter. Ich genieße diese unfreiwilligen Pausen im Arbeitstag und ich habe festgestellt, dass diese echte Präsenz, dieser Aufenthalt in der freien Natur, manchmal dabei hilft, eine vage Idee zu festigen, greifbarer zu machen, oder sogar die Lösung für eine Herausforderung erkennbar zu machen”, versichert er. Auch das Reisen empfindet er als sehr bereichernd: Sich in einem anderen Umfeld zu bewegen, in dem man nicht mit den Menschen, der Sprache und der Umgebung vertraut ist. „Das Alltägliche und meine Komfortzone zu verlassen, macht mich aufmerksamer und empfänglicher für das Andere”. Sein bevorzugter Künstler „James Turrell ist vermutlich der Künstler, der mich am meisten beeinflusst hat. Ich habe seine Arbeit am Anfang meiner beruflichen Laufbahn kennengelernt. Seine Fähigkeit, Öffnungen und Lücken einzusetzen und zu meistern, geht über faszinierende physikalische Experimente hinaus: Sie zeigt auch die außerordentliche Macht des Lichts und lässt uns seinen Zauber spüren.“ Ganz besonders bewundert der Designer die Werke, die Turrell in seiner als Mendota bekannten Periode geschaffen hat: In den 1960er- Jahren hatte er das Hotel Mendota in Santa Mónica als Studio angemietet und mehrere Jahre lang mit dem Raum experimentiert, die Architektur und die Art verändert, wie er das Licht einfallen ließ. © James Turrell Die Materialität, die für ihn stimmig ist „Ich bin stets auf der Suche nach Wärme und Tiefe, wenn ich Materialien und Texturen betrachte. Wärme im Sinne der Lichtqualität oder der Berührung, aber auch Vertrautheit. Und bei der Tiefe suche ich nicht nur physikalische, sondern auch konzeptuelle Tiefe und Schichtung. Zu den faszinierenden Eigenschaften des Lichts gehört seine Fähigkeit, Materialien zu durchdringen, ihnen Leuchtkraft und auch bildhauerische Qualitäten zu verleihen.“ Für Yamac ist Kunst ein grundlegender Bestandteil des Designs; er schafft Produkte, die den Schwerpunkt auf die Wechselwirkung zwischen Nutzer und Objekt legen. Mit viel Liebe zum Detail und zu den Empfindungen erkundet er mit seiner Arbeit Konzepte wie Spannung, Farbgebung, Volumen, Bewegung usw. Die beste Musik für die schöpferische Arbeit Yamac entdeckt neue Künstler, wenn er Radio hört („insbesondere den Sender BBC 6 Music und die Programme von Gilles Peterson, Iggy Pop, Guy Garvey und Lauren Laverne“) und, wie es sich für einen wahren Liebhaber der Melancholie gehört, kehrt er immer wieder zu Nick Cave und PJ Harvey zurück. „Dieses Gefühl ist für mich besonders hilfreich beim Herstellungsprozess von Komponenten oder Prototypen. Das heißt nicht, dass gelegentlich nicht auch ein bisschen Sabrina Carpenter mit dabei sein darf!”, lacht er. Die Kultur, die er nutzt Das Southbank Centre von London ist seit seiner Jugend ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Alles begann mit dem Skaten, als die Skater in den 1970er-Jahren die unterirdischen Räume des Centers eroberten. „Als Student begann ich, die anderen Bereiche des Centers zu erkunden: das Kino, das Einkaufszentrum, das Theater und den Konzertsaal. Neben der unglaublichen Lage an der Themse sind es für mich insbesondere die Offenheit und die Integration, die das Wesen von London widerspiegeln“, erläutert er. Ein besonderes Gericht Umut Yamac ist ein großer Fan der asiatischen und der scharfen mexikanischen Küche, aber ganz besonders schätzt er das indonesische Essen, weil es schöne Erinnerungen an seine Kindheit im Norden von London mit Freunden und Familienmitgliedern weckt. Gegenstände zum Anschauen Er sammelt Bücher und auch kleine Balance-Figuren oder mechanische Spielzeuge. Vorzugsweise Spielzeuge aus Holz oder Metall, die in die Hosentasche passen. „Ihre Funktion beruht auf physikalischen Grundsätzen, aber auf eine Weise, die dem, der sie berühren kann, Freude bereitet. Und das strebe ich mit meinen Designs auch an“, sagt er. Tatsächlich kombiniert er in seiner Arbeit Kunst, Technik und Erzählung, und das Ergebnis sind Schöpfungen, die ebenso funktional wie emotional sind und einen gewissen spielerischen Charakter besitzen. Über Teamarbeit „Ich glaube, dass Freundlichkeit und Aufrichtigkeit häufig vergessen oder unterschätzt werden, und für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind sie nun einmal sehr wichtig. Außerdem braucht es eine unglaubliche Konzentrationsfähigkeit und viel Liebe zum Detail, um jemanden in mein Büro aufzunehmen“, schließt er. Es sind die kleinen Dinge, ein täglicher Spaziergang, Musik hören oder Balancespielzeug sammeln, die die Aufmerksamkeit von Umut Yamac wecken und die auch seine besondere Sichtweise des Designs definieren: zugänglich, experimentierfreudig und mit einem Hauch Poesie. Das Einfache und Alltägliche nähren seine Schöpfung und seine besondere Feinfühligkeit, und daraus lässt er dann nicht einfach nur Lichtquellen entstehen, sondern Kunstwerke. Entdecke Array Teilen Facebook Twitter Linkedin Pinterest Pinterest Das könnte Sie auch interessieren Insights Ein Arbeitstag mit Umut Yamac Insights Stories Behind: Array Beleuchtungslösungen Die multiplen Anwendungen von Array